oder: Wie wir darauf vorbereitet werden zu verlangen, dass man unsere Nahrungsmittel 'tötet'
Seit Wochen geistert eine Abkürzung durch die Medien, die, wie alle Jahre wieder, die ungezügelte Panik der deutschen Bevölkerung beschwört und zu irrationalen Handlungen und Schlussfolgerungen aller Art führt. Zuerst wurde Gemüse generell beschuldigt - die Gemüseverkäufe gingen merklich zurück. Dann wurden spanische Gurken im Speziellen beschuldigt - die Preise für Gurken rasten ins Bodenlose. Und nun sind die Gurken doch nicht mehr schuld, obwohl das soeben noch unbezweifelbare Tatsache war; nun sind es die Killersprossen! Was passiert, ist, dass nun die Regale der Super- und Biomärkte, die vorher mit Sprossen befüllt waren, leer stehen.
Jede Vermutung einer, für den vernunftbegabten und bewussten Bürger längst ihrer Glaubwürdigkeit beraubten, abstrakten Gemeinschaft von, durch die Massenmedien zu uns sprechenden, Experten, wird sofort als das neue Dogma hingenommen. Man richtet sich unverzüglich danach, als seien es Gebote, die direkt aus Gotttes Mund zu uns gelangt seien. Und das sind sie in gewissem Sinne auch, denn der Gott der meisten Menschen ist die Angst.
Sie ist ihr Motivator zu handeln - immer reaktiv, bewahrend und vermeidend. Selten aktiv, reformatorisch und anstrebend. Selbstbestimmung suchen die wenigsten, konsequent noch weniger und erreicht niemand. Doch erschreckenderweise sind jene, die sich damit abgefunden haben, vollends fremdbestimmt zu sein, in der Überzahl - die, welche ihre Denkfähigkeit an die GEZ überwiesen haben und sich ihre Schlussfolgerungen von einer Dame vor blauem Hintergrund diktieren lassen, wie man ein Betriebssystem auf einem Computer installiert.
Die Wahl des unvermeidlichen Betriebssystems - sie wurde, als letzte Freiheit des Menschen, bereitwillig und ohne Bewusstsein über diesen Vorgang, abgegeben an jene, die ihre eigenen Freiheiten durch diese zu erweitern gesuchen - nur zum besten Endzweck, versteht sich. Bis dorthin, nunja - der Zweck heiligt eben die Mittel.
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| Die Georgia Guidestones |
Doch welche Rolle spielt EHEC, in seiner ursprünglichen Form unter dem Namen Escherichia Choli bekannt, in diesem Plan? Tauchen wir aus der Vogelperspektive des Big Picture hinein in das Meer der Einzelheiten, wo sich der Teufel im Detail versteckt - wo wir erst einen Schritt zurücktreten müssen, um das teuflische erkennen zu können. Doch nun zu der Momentaufnahme der momentanen Epedemiehysterie.
Autofahren: sehr tödlich, Duschen: recht tödlich, EHEC: naja, schonmal tödlich verlaufen
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| EHEC - Alles Lüge? |
Jeder kennt die Grundlagen, deswegen bleibt die Einleitung kurz: Gemüse ist gesund. Wer das bezweifelt sollte sich ernsthafte Gedanken über den Grad seiner eigenen, psychischen und mit Sicherheit auch physischen, Degeneration machen. Auf diesem gesunden Gemüse sind nun aber "todbringende Keime". Eine Seuche, die sich (so wird suggeriert) schneller ausbreitet, als (fast) alles bisher bekannte! Dass jeden Tag allein auf Deutschlands Straßen durchschnittlich 11 Menschen sterben, während EHEC innerhalb vieler Wochen gerade einmal auf 23 Tote kommt, wird dem Durchschnittsbürger nicht bewusst - er steigt auch weiterhin unbeirrt ins Auto. Bei der Summe der 23 Toten hat man sich auch erst kürzlich von 24 herunter korrigieren müssen, weil man, bei diesem Fall nachweislich, übers Ziel hinausgeschossen ist.
Doch was ist die Lösung für diese Misere? Bessere Kontrollen? Strengere Richtlinien? Die Richtlinien Deutschlands, wenn es ums Essen geht, werden periodisch immer wieder im internationalen Vergleich gerühmt, damit auch jeder weiterhin unbedacht ins Supermarktregal greifen kann und sich kaschierte Gifte (Aspartam, Glutamat, Fluorid, künstliche Aromen, Konservierungsmittel, ...) einverleibt - seinen vergifteten Geist auf dieser Mantra-ähnlichen Behauptung ausruhend, dass ja alles kontrolliert sei.
Sicherlich haben wir gute Kontrollen, wenn es um anerkanntermaßen gefährliche Stoffe geht; natürlich dann auch nur in dem Maße, wie wir sie für schädlich halten (Grenzwerte: meist willkürliche Zahlen). Doch selbst hier wird immer die eine oder andere Packung Sprossen durchs Raster fallen und einen unentdeckten Erreger in den Einkaufswagen des Konsumenten transportieren. Das Restrisiko ist gegeben, das hat man uns aber auch schonmal klärt, oder etwa nicht? Das Leben endet immer tödlich und, wann es das tut, weiß man in der Regel nicht.
Die (Un-)Verhältnismäßigkeit der Mittel
Die Lösung ist: 'Wir müssen die Keime auf den Gemüsen töten, bevor wir anfangen per Stichprobe zu selektieren! Wer mag schon Keime? Also, wen stört es schon, wenn alle Keime tot sind? Dann bietet es sich doch an, einfach einen konsequenten Bakteriengenozid vorzunehmen, am besten noch mit Strahlenwaffen!'
Zu weit hergeholt, um wahr zu werden? Weit gefehlt, längst öffentliche Diskussion in Amerika, die vermutlich auch hier in kurzer Zeit aus der Schublade gezogen werden wird - inklusive Plan B, versteht sich... .
Während in Zeiten des aromatisch optimierten Dosen- und Tütenfutters für humanoide Vegetationsanomalien auf diesem Planeten längst das Bewusstsein auf dem Rückzug ist, dass frisch immernoch die beste Wahl ist, stören sich auch zunehmend weniger Menschen an Zubereitungsformen, wie der Mikrowelle. Ein Verständnis dafür, dass diese Bestrahlung nur die Nebenwirkung hat, dass die Nahrung warm wird und primär dafür sorgt, dass jeglicher Nährwert zerstört wird, besteht nicht. (Siehe hier. Doch der Schaden an der Nahrung und dem Konsumenten geht noch weit darüber hinaus, wie hier mitunter auch berichtet wird)
Der geplante, unselektierende Bakteriengenozid mit Kollateralschaden: Nahrung
In den USA wurden schon Untersuchungen durchgeführt, um zu ermitteln, wie man Bakterien auf Gemüse am besten eleminieren kann. Dazu wurde Spinat in eine mit Bakterien angereicherte Lösung gelegt und anschliessend versucht zu sterilisieren. Dies wurde durch Waschen, chemische Behandlung und Strahlung versucht. Erwartungsgemäß war der Erfolg bei Strahlug der höchste, denn nichts lebendiges überlebte die Bestrahlung. Wie schlecht es um den Nährwert des Bakterienträgers Spinat danach ausgesehen haben muss, kann ich mir lebhaft (man darf ja mal scherzen) vorstellen.
Für die USDA, das US-amerikanische Amt für Landwirtschaft, war dies ein voller Erfolg. Endlich könne man durch verunreinigte Nahrung entstehende Krankheiten in den Griff bekommen. Wie wir wissen, ist das ja auch die Todesursache Nummer eins in Amerika. Ach ne, das waren ja Herzkrankheiten, Krebs und Schlaganfälle. Alles Krankheiten, denen durch Ernährung praktisch erwiesenermaßen begegnet werden könnte. Lebensmittelvergiftungen tauchen in den Statistiken nichtmal auf.
Um den Konsumenten nun auch hierzulande daraufhin zu sensibilisieren, wie gefährlich die Bakterien auf Gemüsen doch sind, wird jetzt diese Kampagne gefahren. Die Toten, die man, ohne unter den noch ehernhaften Arztkollegen zuviel Aufsehen zu erregen, als EHEC-Tote klassifizieren kann (was ja offensichtlich nur sehr wenige sind) werden zunehmend hochstilisiert, als sähe sich Europa einer neuen Pest gegenüber. Wie gesagt, Autofahren ist um ein vielfaches gefährlicher und führt jeden Tag alleine in Deutschland für 11 Menschen zum Tod, ganz zu schweigen von Verletzten. Es werden aber zunehmend mehr Leute nach einer Methode der Desinfektion ihrer Lebensmittel verlangen, um dieser konstruierten Gefahr zu entgehen.
Was wir heute wissen ist immer nur der Bruchteil unseren Wissens von Morgen
Die Problematik der Vitamin-B12 Aufnahme kann dazu dienen, zu verdeutlichen, warum der von uns längst eingeschlagene und durch erwähnte Methoden weiter vorangetriebene Weg, nicht der Richtige ist. B12 ist ein lebenswichtiges Vitamin, das wir in kleinen Mengen, aber mit intoleranter Notwendigkeit, brauchen. B12 wird ausschliesslich von Mikroorganismen hergestellt. Diese befinden sich im Boden und auf der Oberfläche von Pflanzen, allerdings auch im Darm und somit Fleisch mancher Tierarten. Viele Tiere nehmen aber B12 ebenfalls mit der Nahrung auf.
Eine Mangelerscheinung mit B12 kann zu schwerwiegenden neurologischen und physiologischen Störungen führen und wird häufig, teilweise zu Recht, mit Vegetariern und Veganern in Zusammenhang gebracht. Allerdings ist der B12 Mangel eine häufig vernachlässigte Ursache von Krankheitsbildern wie Demenz oder Schizophrenie, gerade bei Konsumenten der gesellschaftlichen Normkost.
Thomas Klein, der Autor des äußerst lehrreichen Büchleins "Volkskrankheit Vitamin-B12-Mangel" vermutet sogar, dass sich weit weniger Menschen in Psychiatrien und Altenheimen befinden müssten, wenn ein gesamtgesellschaftliches und auch medizinisches Bewusstsein für die Relevanz und Herkunft des Vitamins B12 bestünde.
Auswirkungen übertriebener Hygiene in der Praxis
| Goa in Indien |
Während sich, seit vielen Generationen von vegetarischer Nahrung lebende, Menschen in Indien bester Gesundheit erfreuen, ohne Vitaminpräparate oder ähnliches zu nehmen, werden dieselben Menschen meist krank, wenn sie in die westliche Welt (in der mir bekannten Studie nach Großbritannien) auswandern. Sie bekommen mit der Zeit einen Vitamin B12 Mangel; ein Vitamin, um dessen Bedeutung sie und ihre Vorfahren sich in Indien nie haben kümmern müssen, denn sie haben es regelmäßig über ihre Nahrung aufgenommen.
Die heute schon übertriebenen Hygienemaßnahmen, die wir unserem Gemüse angedeiehen lassen, verhindern, dass wir B12 auf natürlichem Wege aufnehmen können. Deshalb ist eine Supplementierung, übrigens nicht nur Veganern, sondern unter Umständen (Test auf Holo-Transcobalamin-II im Serum) jedem in unserer Gesellschaft, zu empfehlen.
Was das übertriebene Töten von Bakterien in diesem Fall ausgelöst hat, können wir heute teilweise, vollständig allerdings erst in einigen Jahrzehnten, überblicken. Erst heutzutage entsteht ein Bewusstsein über die Bedeutung des "jüngsten" (Entdeckung) Vitamins. Wir sollten nicht den Fehler begehen, unseren irrationalen Sauberkeitswahn weiter auszubauen und damit noch mehr Allergien und, durch Abkopplung von natürlichen Prozessen, die wir nicht verstehen, entstehende, Krankheiten zu provozieren.
Und erst recht nicht, wenn das Problem, auf das wir reagieren, von denen konstruiert wurde, die eine bestimmte Lösung damit attraktiv erscheinen lassen wollen. Im Endeffekt ist es zu unserem Nachteil, weil eine Einschränkung der Verfügbarkeit natürlicher, unbehandelter und möglichst naturgetreu angebauter Lebensmittel unsere Lebensqualität und -quantität notwendigerweise beeinträchtigt.
Hoffen wir, dass es nicht soweit kommt, dass unsere Lebensmittel einer (gesetzlich verordneten) Sterilisierung unterzogen werden.
"... »Wo die Reinlichkeit am größten, ist Fords Hilfe am
nächsten«, beharrte sie.
»Stimmt, und ›Je zivilisierter, desto sterilisierter«, ergänzte
Sigmund spöttisch die zweite Schlafschullektion aus dem Abc
der Hygiene. ..."
"»O schöne neue
Welt, die solche Bürger trägt!« "
Schöne neue Welt von Aldous Huxley
UPDATE:
In dem folgenden Video von Michael Leitner wird eine andere Vermutung geäußert. Möglicherweise dient die EHEC-Panikmache der Vorbereitung auf eine zentralisierte Seuchenpolizei.
Der Artikel wird dadurch ergänzt, verliert aber auch dann nicht seine Relevanz, wenn die in ihm geäußerte Vermutung nicht eintrifft. Denn das Thema der Sterilisation von Lebensmitteln bleibt weiterhin etwas, wovor wir uns in Acht nehmen sollten. Wir müssen außerdem verstehen, dass jede künstliche Einwirkung dem Verzehr der unbehandelten Nahrung hinten anstehen sollte. Und etwas, das man, ohne es zu erhitzen oder irgendwie anders zu denatutrieren, nicht essen kann, sollte man auch gar nicht erst essen. Das wusste auch schon Gandhi.






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