19.05.2011

Das grüne Gold

oder: Wie man sich im Handumdrehen eine hochwertige Nährstoffquelle erschliessen kann
Die eigene Gesundheit rückt immer stärker in den Fokus des Einzelnen. Das liegt nicht nur an periodisch auftretenden Nahrungsmittelskandalen, sowie mal be- und mal widerlegten Behauptungen zum Verfall der Nährstoffmenge in Supermarkt-  Obst und Gemüse, sondern nicht zuletzt auch an persönlichen Erfahrungen mit Krankheit und dem Ergebnis der Betrachtung des eigenen Umfelds. Die jährliche Erkältung gehört schon zum Standardprogramm und wenn sie sich nur einmal meldet, können viele schon von einem guten Jahr reden.

Die Menge der Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten nimmt stetig zu, wie auch Pollenallergiker mittlerweile eher die Regel als die Ausnahme bilden. Wir kommen immer weniger mit unserer natürlichen Umgebung klar, sind scheinbar immer mehr auf die vermeintliche Hilfe einer mafiös organisierten Pharmaindustrie (Sinngemäß: Oberkommissar Uwe Dolata) angewiesen, die hauptsächlich mit chemischen Medikamenten und der Massenvernichtungswaffe der Antibiotika gegen die Erreger und Keime vorgeht.

Dass dieser Weg nicht zu den gewünschten Ergebnissen führt, sehen wir an den partout nicht eintreten wollenden Verbesserungen, die sich gesamtgesellschaftlich einstellen müssten, wenn man bedenkt, wie hoch die Apotheken- und Arztdichte in Deutschland seit Jahren ist. Es gibt aber eine wachsende Bewegung von Menschen, welche die eigene Gesundheit auch in die eigenen Hände nehmen; die verstehen, dass sie die Verantwortung für selbige gar nicht an den Arzt abgeben können, weil der de facto nie gewillt war, sie anzunehmen. Letztlich sind wir immer auf uns selbst gestellt. Doch Gesundheit beginnt an der Wurzel unseren Verhaltens: In unserer Ernährung.

Ernährung ist die dickste Wurzel der Gesundheit
Nichts tun wir öfter, als Nahrung zu uns zu nehmen. Somit ist dies auch der stärkste Faktor, wenn es darum geht, optimale Verhältnisse zu schaffen. Ernähren wir uns unseren Bedürfnissen entsprechend, können wir sicher sein, dass unser Körper mit den gegebenen Umwelteinflüssen umzugehen weiß. Immerhin ist unser Körper für dieses Ökosystem wie geschaffen. Wir benehmen uns aber immer mehr, als seien wir Außerirdische in einer fremden Umgebung, vor der wir uns, beispielsweise durch den unsäglichen Vorgang der Pasteurisierung von Lebensmitteln, schützen müssen.

Um das allgemeine Thema der gesunden Ernährung nicht über zu strapazieren, sei an dieser Stelle zuerst einmal auf einen Blog verwiesen, der sich ausschließlich mit alternativen Ansätzen zur Gesundheit beschäftigt. In diesem Artikel soll im Grunde nur vorgestellt werden, wie man sich schnell, einfach und kostengünstig mit einer umfangreichen Palette frischer Nährstoffe versorgen kann. Es handelt sich um das grüne Gold: Den Weizengrassaft!


Alles in einem kleinen Gläschen
Weizengras hat einen intensiven, süßlichen Geschmack. In ihm können mehr Nährstoffe und Vitamine gefunden werden, als in den meisten anderen Pflanzen. Doch auch eine für den Menschen vollwertige Kombination essentieller Aminosäuren, viele Mineralstoffen und einer schier riesigen Menge an Chlorophyll sind in den jungen Gräserhalmen enthalten. 

Chlorophyll ist deshalb so wertvoll, da es fast denselben Aufbau, wie das körpereigene Hämoglobin besitzt. Statt einem Eisenmolekül beim Hämoglobin findet sich in der Mitte des Chlorophylls allerdings ein Magnesium-Molekül. Die blutreinigende Wirkung geht auch mit auf diesen Umstand zurück.

Das erstaunliche ist, dass bereits 0,4cl Weizengrassaft so gut wie alles beinhalten, was der Körper an Nährstoffen benötigt. Um das zu illustrieren, sei im Folgenden eine Nährstofftabelle wiedergegeben, die aus den Ergebnissen einer Untersuchung von E.Earp-Thomas stammen:


mg
%
Vitamin A
7,15
89%
Vitamin B 1
1,45
131%
Vitamin B 2
10,15
677%
Vitamin B 3
37,55
250%
Vitamin B 6
45
403%
Vitamin B 12
15
500%
Vitamin C
157
209%
Vitamin D
14,30
168%
Vitamin E
15,70
130%
Vitamin H
5,05
1683%
Vitamin K
40
61%
Folsäure
5,45
1800%
Eisen
28,50
230%
Jod
1
50%
Kalium
1600
178%
Kalzium
257
80%
Kupfer
25
1666%
Magnesium
51,50
17%
Mangan
5
100%
Phosphor
257
18%
Schwefel
100
100%
Selen
0,50
500%
Zink
2,50
21%
Panthothensäure
12
200%
Quelle: http://www.weizengras.de/s/kraftsaft.htm

Wie aus dieser Tabelle klar hervorgeht, ist eine riesige Menge an Nährstoffen in einer Dosierung vorhanden, die größtenteils sogar über den normierten Richtwert des täglichen Bedarfs hinausgehen. Des Weiteren sind, wie gesagt, viele Aminosäuren und Enzyme enthalten. 

Der Saft beseitigt Mundgeruch, wenn er gegurgelt wird, neutralisiert Gifte, reguliert die Darmflora und führt zu einer Leistungssteigerung im Sport, da er die Adrenalin-Ausschüttung anregt. Somit ist er auch ein überaus gesunder Ersatz für Kaffee bzw. Koffein im Allgemeinen. 

Doch nun genug von den noch lange nicht erschöpften Vorteilen des Weizengrassaftes. Im Folgenden wird eine einfache Anleitung vorgestellt, wie man Weizengras kostengünstig und einfach selber herstellen kann.


An die Arbeit
Alles, was man benötigt, ist biologischer Weizen, der keimfähig ist und eine Schale in beliebiger Größe mit einer Tiefe von mindestens 3 cm. Der Rest ist nicht unbedingt erforderlich, kann aber zu besser Ergebnissen führen.

Die Keimung der Saat ist der Erste Schritt. Dazu wird etwas gewaschener Weizen in Wasser eingeweicht. Die Schüssel mit dem Wasser und dem Weizen wird über Nacht stehen gelassen. Am nächsten Morgen gießt man das Wasser ab und spült die Saat von nun an zweimal am Tag mit Wasser ab, lässt das Wasser abtropfen und die Schale abgedeckt bei Zimmertemperatur stehen.

Nach zwei bis drei Tagen, haben sich sichtbare Würzelchen gebildet. Nun kann der gekeimte Weizen entweder im Müsli gegessen werden, oder man fährt fort, indem man ihn weiter wachsen lässt. Dazu wird eine mindestens drei Zentimeter tiefe Schale entweder mit einer wasserspeichernden Unterlage ausgekleidet oder mit Bio-Erde befüllt. Hier scheiden sich die Geister, ob man mir oder ohne Erde züchten sollte. Beides ist möglich. Für die Erde spricht, dass man zweimal hintereinander ernten kann. Für die Wasservariante spricht, dass man sich die, allerdings geringen, Umstände mit der Erde erspart. Angaben über den Nährstoffgehalt unterschieden sich - hier ist noch kein klares Wort gesprochen. Schmecken tut der fertige Saft bei beiden Varianten gleich.

Nachdem diese Schicht, saugfähigen Materials oder Bio-Erde, begossen wurde, werden die gekeimten Weizensamen auf der Oberfläche verteilt. Man sollte darauf achten, dass die Samen so dicht wie möglich, aber nicht übereinander liegen. Danach gibt man entweder eine weitere, dünne Schicht Erde auf die Keimlinge oder feuchtet einen Lichtundurchlässigen Stoff oder eine Zeitung ein und legt diese/n auf die Keimlinge. Zeitung sollte, wenn möglich, vermieden werden, da die Frage im Raum steht, ob sich nicht eventuell giftige Stoffe aus der Zeitung lösen und in das Endprodukt übergehen.

Nun achtet man die kommenden zwei bis drei Tage darauf, dass die Keimlinge nicht austrocknen und gießt diese regelmäßig. Wenn die, noch weißen, Halme 2-3 cm lang sind, kann die Abdeckung entfernt werden. Einige warten etwas länger, doch das sei jedem selbst überlassen. Ich befinde mich selbst noch in der Experimentalphase und kann hier keine endgültigen Ratschläge in dieser Hinsicht geben.

Von nun an heißt es nur: gießen und warten. Nach 7 bis 10 Tagen sind die grünen Halme in der Regel so weit, um geerntet zu werden. Spätestens, wenn die Spitzen beginnen gelb zu werden, sollte man ernten und, bei Überproduktion, den nicht benötigten Anteil im Kühlschrank lagern. Schneidet man die Halme, sollte man darauf achten, dass man dies über dem Ende des weißen Bereichs tut. Hat man das Weizengras auf Bio-Erde gezogen, kann man nun ein weiteres Mal gießen und warten, bis die Halme wieder lang und grün sind. Danach kann der Rest kompostiert werden.


Wie konsumieren?
Die Weizengrashalme können nun entsaftet werden. Wichtig ist zu beachten, dass man die Faserstoffe nicht verdauen kann. Um dies zu gewährleisten, haben Kühe das komplizierte Pansen-Magensystem. Wir können allerdings den nährstoffreichen Saft verarbeiten. Um an selbigen heranzukommen, kann man nun ganz eifnach auf einem Bündel des Grases herumkauen, bis der Saft heraustritt. Dass man sich dabei wie eine Kuh vorkommen mag, kann dadurch entschärft werden, indem man sich überlegt, wie sich jemand vorzukommen hat, der auf einem giftigen und mit Aspartam und anderen schädlichen Substanzen versetzten Kaugummi herumkaut.

Die Z-Star Hand-Saftpresse
Die etwas elegantere, wenn auch nicht unbedigt effektivere, Methode ist, dass man sich einen professionellen Entsafter besorgt. Hierbei ist darauf zu achten, dass man keinen Zentrifugalentsafter gebrauchen kann, sondern einen, der mit einer Walze arbeitet. Kostengünstige Geräte zum Handbetrieb (bspw. Z-Star) sind schon für um die 100€ erhältlich.

Hat man schon einen Hochleistungsmixer zur Verfügung, kann man das Gras auch in Wasser oder mit anderen, wasserhaltigen Früchten mixen und anschließend die Faserstoffe mit einem Käsetuch oder ähnlichen feinen Materialien entfernen. Die Varianten, bei denen die meisten Nährstoffe erhalten bleiben sind aber das Kauen und die Entsafterwalze, weswegen man bei Möglichkeit darauf zurückgreifen sollte.

Das war's schon! Ein kg Bio-Weizen bekommt man schon für rund 1,50€, einen 40l Sack Bio-Erde für um die 6€ und eine Schale zum Anbau kostet, wenn man beispielsweise Kübeluntersetzer im Baumarkt kauft und zweckentfremdet, auch nicht viel mehr als 3€. Dieses Preis-Leistungsverhältnis muss erstmal überboten werden!

Und für die Gesundheit ist Weizengrassaft sowieso "unbezahlbar"!



Wegen einer gesetzlichen Regelung ist es seit dem 01.01.2010 untersagt, Produkten vorbeugende oder heilende Wirkung bei Krankheiten oder medizinischen Symptomen zuzuschreiben, wenn diese nicht als Medikamente klassifiziert sind. Weizengrass-Saft ist ein Nahrungsmittel und kein Medikament und fällt unter diese, von mir befolgte, Regelung.

Kommentare:

  1. Hast du schon mal Versuche mit dem Licht gemacht ? Im Winter ist es oft dunkel. Wächst alles weiter bei Dunkelheit ? Bringt Zusatzlicht Verbesserungen ? Schon mal das neue LED-Pflanzenlicht probiert ?

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  2. Ich hatte bisher nie Probleme das Gras zu ziehen. Das wird mein erster Winter mit Weizengrasanbau. Ich werde es dann versuchen in der Wohnung, am Fenster, anzubauen. Ob das wirklich funktioniert, kann ich nur mit einem theoretischen 'ja' benatworten; ich habe mal gelesen, dass es nicht soviel Licht braucht.

    Bei Dunkelheit wächst es auf jeden Fall - immerhin soll es die ersten paar Tage unter kompletter Dunkelheit wachsen, um an Höhe zu gewinnen. Grün wird es allerdings nur unter Lichteinfluss. Das wird ein wichtiger Faktor im Hinblick auf die Nährstoffzussamensetzung sein, doch auch dies nur als Vermutung.

    Mit künstlichem Licht habe ich keine Erfahrungen gemacht. Aber das wird, wie bei jeder anderen Pflanze, funktionieren oder eben nicht - je nach Lichtquelle.

    Ich hoffe ich konnte dir etwas weiter helfen!

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